Status: in Entwicklung (Preview). Die Event Guardian Visitor App ist Teil des Event-Guardian-Systems und befindet sich aktiv in der Entwicklung. Die hier beschriebenen Funktionen zeigen den geplanten Funktionsumfang. Für Pilotprojekte und Early Access sprich uns an.
Die Event Guardian Visitor App verbindet Besucher mit dem digitalen Lagebild der Veranstaltung. Sie bietet praktische Funktionen für Orientierung, Information und Sicherheit. Gleichzeitig trägt sie — datensparsam und auf Wunsch anonym — zur Messung von Besucherströmen, Auslastungen und Wartezeiten bei.
Für die Nutzung ist kein persönliches Benutzerkonto erforderlich. Die App kann direkt für eine Veranstaltung aktiviert werden, beispielsweise über:
- einen QR-Code auf dem Ticket,
- einen Link des Veranstalters,
- einen QR-Code am Eingang,
- die Veranstaltungswebsite,
- öffentliche App-Stores.
Praktische Funktionen für Besucher
Die App begleitet den Besucher vor, während und nach der Veranstaltung. Mögliche Funktionen sind:
- interaktiver Geländeplan
- persönliches Veranstaltungsprogramm
- Navigation zu Bühnen, Hallen und Bereichen
- Anzeige von Toiletten und barrierefreien Einrichtungen
- Anzeige von Food- und Getränkeständen
- Information über Wartezeiten
- Navigation zu freien Eingängen
- Anzeige freier Parkflächen
- Informationen zum öffentlichen Verkehr
- Wetterwarnungen
- Sicherheits- und Verhaltenshinweise
- Hinweise auf gesperrte oder überfüllte Bereiche
- Navigation über sichere oder barrierefreie Wege
- Fundbüro und Verlustmeldungen
- direkte Meldung von Defekten und Verschmutzungen
- Notruf- und Hilfefunktion
Die App wird damit zum persönlichen Begleiter durch die Veranstaltung.
Anonyme Unterstützung des Live-Monitorings
Mit Zustimmung des Besuchers kann die App anonymisierte Daten zum aktuellen Veranstaltungsgeschehen beitragen. Dabei geht es nicht um die Identität einzelner Personen, sondern um aggregierte Informationen wie:
- Anzahl der Besucher in einem Bereich
- Bewegungsrichtungen
- Aufenthaltsdauer
- Wartezeiten
- Belastung von Wegen und Eingängen
- Verteilung der Besucher auf dem Gelände
- ungewöhnliche Verdichtungen
- Nutzung bestimmter Einrichtungen
Event Guardian kann diese Informationen mit weiteren Datenquellen verbinden — Ticket-Scannern, Zählsensoren, Kamerasystemen, Drohnen, WLAN-Messwerten, Parkplatzsensoren und Meldungen des Veranstaltungspersonals. Dadurch entsteht ein genaueres Lagebild, ohne dass einzelne Besucher namentlich erfasst werden müssen.
Beispiel: Die App erkennt anonymisiert, dass sich immer mehr Geräte in Richtung eines bereits stark ausgelasteten Bereichs bewegen. Event Guardian kann daraufhin frühzeitig reagieren:
Der Bereich vor der Hauptbühne wird voraussichtlich innerhalb der nächsten 15 Minuten seine definierte Kapazitätsgrenze erreichen. Besuchern sollte über die App der Zugang über alternative Bereiche empfohlen werden.
Die App kann betroffene Besucher direkt informieren und sichere Alternativen anzeigen.
Hilfe- und Notruffunktion mit genauer Lokalisierung
In einer Notsituation kann der Besucher über eine deutlich sichtbare Schaltfläche Hilfe anfordern. Die Meldung kann enthalten: genaue Position, Bereich/Zone/Sitzplatz, Art des Notfalls, Anzahl betroffener Personen, kurze Beschreibung, Foto, Sprachmeldung, Rückruf- oder Chatmöglichkeit sowie die aktuelle Bewegung des meldenden Geräts.
Die Position kann — abhängig vom Veranstaltungsort — aus mehreren Informationen bestimmt werden: GPS, Gelände- und Zonendaten, Bluetooth-Beacons, WLAN-basierter Positionierung, QR-Codes an festen Standorten, Sitzplatz- oder Blockangaben oder einem manuell ausgewählten Standort. Damit erhält die Einsatzleitung nicht nur die Information, dass Hilfe benötigt wird, sondern auch den möglichst genauen Ort.
KI-gestützte Notfallmeldung
Ein Besucher kann einen Notfall mit Text, Sprache und Foto melden — etwa:
Eine Person liegt am Boden und reagiert nicht.
Die KI unterstützt bei der strukturierten Bewertung der Meldung. Sie kann auf einem Foto sichtbare Hinweise erkennen (eine am Boden liegende Person, erkennbare Blutungen, Feuer oder Rauch, eine größere Menschenansammlung, eine blockierte Rettungsstrecke, offensichtliche Gefahren) und dem meldenden Besucher einfache Rückfragen stellen: Ist die Person ansprechbar? Atmet sie? Gibt es eine sichtbare Blutung? Besteht unmittelbare Gefahr? Wie viele Personen sind betroffen?
Aus Foto, Beschreibung, Antworten, Position und aktuellem Lagebild erstellt Event Guardian eine strukturierte Meldung. Die KI stellt dabei keine medizinische Diagnose. Sie unterstützt die Ersteinschätzung und Priorisierung für ausgebildete Einsatzkräfte.
Automatische Weiterleitung an das geeignete Einsatzteam
Event Guardian kennt über die Event-CMDB und das Live-Lagebild die Positionen der Sanitäts- und Sicherheitsteams, ihre Qualifikationen, aktuelle Einsatzaufträge und Verfügbarkeit, Wege und gesperrte Bereiche, die Besucherdichte sowie vorhandene Fahrzeuge und Einsatzmittel. Das System ermittelt dadurch nicht nur das räumlich nächste Team, sondern das am schnellsten verfügbare und fachlich geeignete Team.
Beispiel: Ein Besucher meldet eine verletzte Person im Bereich B7. Event Guardian erkennt, dass Sanitätsteam 1 näher, aber bereits im Einsatz ist; Sanitätsteam 2 frei ist und den Ort über einen wenig belasteten Weg erreichen kann; und ein Security-Team unmittelbar in der Nähe den Bereich absichern kann. Die Plattform schlägt vor:
Sanitätsteam 2 zum Notfallort B7 entsenden. Voraussichtliche Ankunft in drei Minuten. Security-Team 4 zur Absicherung und Besucherlenkung hinzuziehen.
Nach Bestätigung wird der Einsatzauftrag direkt an die mobilen Geräte der Teams übertragen.
Direkte Kommunikation mit dem meldenden Besucher
Während das Einsatzteam unterwegs ist, kann Event Guardian den Kontakt aufrechterhalten: Bestätigung des Eingangs, Anzeige, dass Hilfe unterwegs ist, Rückfragen der Leitstelle, Text- oder Sprachkommunikation, weitere Fotos, aktualisierte Position, Hinweise zur Absicherung und einfache Erste-Hilfe-Hinweise.
Ihre Meldung wurde angenommen. Ein Sanitätsteam ist unterwegs. Bleiben Sie nach Möglichkeit bei der verletzten Person und sorgen Sie dafür, dass der Zugang freigehalten wird.
Medizinische Anweisungen werden nur aus vorab geprüften und freigegebenen Erste-Hilfe-Inhalten bereitgestellt. Die KI erzeugt keine unkontrollierten Behandlungsempfehlungen.
Meldung von Defekten und Verschmutzungen
Dieselbe Funktion lässt sich für nicht-medizinische Vorfälle nutzen: defekte Toiletten, fehlendes Toilettenpapier, verschmutzte Bereiche, überfüllte Abfallbehälter, beschädigte Absperrungen, ausgefallene Beleuchtung, Wasser auf Verkehrswegen, defekte Verkaufs- oder Informationssysteme, blockierte Zugänge oder gefährliche Gegenstände. Die Meldung wird durch Position und Foto ergänzt; die KI erkennt die Art des Problems und leitet es an das zuständige Team weiter (Reinigung, Technik, Sanitärservice, Sicherheit, Veranstaltungsleitung, Gelände- oder Gebäudemanagement).
Beispiel: Ein Besucher fotografiert einen stark verschmutzten Boden im Food-Bereich. Event Guardian erkennt eine mögliche Rutschgefahr und erstellt automatisch eine priorisierte Aufgabe:
Flüssigkeit auf dem Boden im Food-Bereich Nord. Erhöhte Rutschgefahr bei hoher Besucherfrequenz. Reinigungsteam 3 ist verfügbar und befindet sich etwa 120 Meter entfernt.
Sicherheitswarnungen direkt an betroffene Besucher
Event Guardian kann Meldungen gezielt an die Besucher senden, die sich in einem bestimmten Bereich befinden oder auf diesen Bereich zubewegen — etwa Unwetterwarnung, Räumung, gesperrter Eingang, überfüllte Zone, blockierter Weg, Ausfall einer Bahnverbindung, geänderte Abreisewege, medizinischer Einsatz, verlorenes Kind oder allgemeine Sicherheitsinformation. Statt alle Besucher mit jeder Meldung zu belasten, verteilt die Plattform Informationen geografisch und situationsbezogen.
Der westliche Ausgang ist vorübergehend gesperrt. Nutzen Sie bitte den Nordausgang. Die App führt Sie über den kürzesten verfügbaren Weg.
Intelligente Evakuierungs- und Besucherführung
In einer kritischen Situation kann die App zur kontrollierten Besucherlenkung eingesetzt werden. Event Guardian berücksichtigt die aktuelle Position des Besuchers, die Auslastung von Wegen, gesperrte Bereiche, Rettungswege, die Wetterlage, verfügbare Ausgänge, die Bewegungsrichtung anderer Besucher und Informationen der Einsatzleitung. Dadurch kann die App unterschiedliche Besuchergruppen über verschiedene Wege führen, anstatt alle Personen zum gleichen Ausgang zu schicken. Die finale Steuerung und Freigabe solcher Maßnahmen verbleibt bei der Veranstaltungs- oder Einsatzleitung.
Datenschutz und Vertrauen
Die Besucher-App wird nach dem Prinzip Privacy by Design entwickelt. Grundsätze sind:
- Nutzung ohne persönliches Benutzerkonto
- keine Gesichtserkennung
- keine dauerhafte Identifikation einzelner Besucher
- anonyme oder pseudonyme Gerätesitzung
- freiwillige Zustimmung zur Standort- und Sensornutzung
- transparente Erklärung der verwendeten Daten
- Trennung von Notfalldaten und allgemeinen Analysedaten
- verschlüsselte Übertragung
- begrenzte Speicherfristen
- automatische Löschung nicht mehr benötigter Daten
- Speicherung und Betrieb auf kontrollierbarer Infrastruktur
Für normale Kapazitätsmessungen werden Daten möglichst früh aggregiert. Bei einer aktiven Notfallmeldung dürfen genauere Positions- und Kontaktdaten verarbeitet werden, soweit sie für die Hilfeleistung erforderlich sind.
Die App als Teil des Event-Guardian-Systems
Die Visitor App ist kein isoliertes Zusatzangebot. Sie ist direkt mit allen relevanten Teilen von Event Guardian verbunden:
Besucher-App
↓
Position, Meldung, Foto oder anonymisierte Messung
↓
KI-gestützte Analyse
↓
Event-CMDB und digitales Lagebild
↓
Bewertung von Ort, Risiko und Zuständigkeit
↓
Weiterleitung an Sanität, Security, Reinigung oder Technik
↓
Rückmeldung und Kontrolle
Damit wird jeder Besucher freiwillig zu einem zusätzlichen Bestandteil des gemeinsamen Lagebildes — nicht als identifizierte Person, sondern als anonymer Sensor, Informationsquelle und Empfänger relevanter Hinweise.
Mehr Sicherheit und besserer Service für alle Beteiligten
Für Besucher: bessere Orientierung, aktuelle Informationen, kürzere Wartezeiten, Wetter- und Sicherheitswarnungen, einfache Problemmeldung, schnelle Hilfe im Notfall, genaue Lokalisierung, transparente Rückmeldung.
Für Veranstalter: genaueres Lagebild, frühere Erkennung von Engpässen, zusätzliche Messdaten, schnellere Erfassung von Defekten, effizientere Einsatzsteuerung, bessere Besucherkommunikation, dokumentierte Notfall- und Serviceprozesse, wertvolle Erfahrungsdaten für kommende Veranstaltungen.
Für Einsatzteams: genauer Einsatzort, strukturierte Meldung, Foto und Beschreibung, geeignete Routenführung, Informationen über Gefahren und Besucherdichte, klare Priorisierung, digitale Rückmeldung an die Leitstelle.
So wird aus einer klassischen Veranstaltungs-App ein aktiver Bestandteil des Sicherheits-, Service- und Kapazitätsmanagements. Jeder Besucher erhält einen digitalen Begleiter — und die Veranstaltungsleitung ein genaueres, schnelleres und vollständigeres Lagebild.
Die Event Guardian Visitor App befindet sich in Entwicklung. Du willst sie in einem Pilotprojekt einsetzen oder Early Access erhalten? Zur Produktseite » oder schreib uns direkt.